Oper verstehen – bevor sich der Vorhang hebt
Die Idee zu OPERNMOUTH entstand nach einer Aufführung von Turandot in der Semperoper Dresden.
Ich war damals kurzfristig und so völlig unvorbereitet in der Vorstellung – und merkte schnell: Die Musik faszinierte mich, aber der Handlung konnte ich nur schwer folgen. Das Programmheft half mir da leider auch nicht weiter.
Genau daraus entstand eine Frage: Wie kann man Oper so erzählen, dass man die Geschichte schnell versteht?
Als Grafikerin und Illustratorin entwickelte ich die Idee, Opern visuell und kompakt zu erzählen – nah am Libretto und leicht zugänglich.
Oper ohne Hemmschwelle
Oper wirkt auf viele Menschen kompliziert oder elitär. Dabei erzählt sie Geschichten über Liebe, Macht, Eifersucht oder Hoffnung – Themen, die jeder kennt.
Die Bücher von OPERNMOUTH sollen helfen, Hemmschwellen abzubauen. Mit wenig Text und klaren Illustrationen wird die Handlung Schritt für Schritt erzählt. Denn wer versteht, was auf der Bühne passiert, kann sich viel leichter auf die Musik einlassen.
Für Interessierte von 8 bis 80
Die Bücher richten sich an Operneulinge ebenso wie an Opernkenner. Ich sage gern: für Leserinnen und Leser von 8 bis 80 Jahren.
Denn sobald man Zielgruppen zu eng definiert, schließt man andere automatisch aus. Kinder entdecken damit ihre erste Operngeschichte – Erwachsene freuen sich über die klare und humorvolle Darstellung.

Die grafische Idee
Alle Figuren basieren auf einem gemeinsamen Grundkörper. Durch Frisuren, Kostüme und Accessoires entstehen dann die unterschiedlichen Charaktere.
Beispielhaft hier die feurige Carmen, die chinesische Prinzessin Turandot oder Samiel, der Teufel aus dem Freischütz.
Jedes Buch zeigt sich in einer anderen Grundfarbe. Wer genau hinsieht, wird auch auf dem Cover kleine, feine Unterschiede entdecken, die auf die jeweilige Oper hinweisen. Bei Lohengrin ist es ein Schwan, bei Rigoletto die Narrenkappe, bei Butterfly der Schmetterling…
Die Geschichten selbst bleiben stets nah am Libretto. Freude, aber auch tragische Momente gehören zu den verschiedenen Opern – sie werden nicht ausgeblendet.
Eine kleine Maus begleitet die Leser durch die Bücher – ein spielerischer Hinweis auf den Namen OPERNMOUTH.
Von der Idee zur Reihe
2013 begann ich mit der Entwicklung der Reihe „Opern einfach erklärt“ – mit dem Ziel, zehn Operntitel herauszugeben.
2016 erschienen die ersten Bücher, gleichzeitig gründete ich meinen Verlag und das Label OPERNMOUTH.
Im selben Jahr nahmen die Bregenzer Festspiele das Buch Carmen in ihr Sortiment auf – für mich ein ganz besonderer Moment.
Weitere Stationen:
- Vertragsangebot von BREITKOPF & HÄRTEL KG zur Übernahme von Idee und Konzept. Konnte ich leider nicht annehmen. Es war im Herzen zu früh, mich von meinem eigenen Label zu lösen.
- 2018 Nominierung beim Sächsischen Staatspreis für Design in der Kategorie Kommunikationsdesign
- 2019 Crowdfunding mit Unterstützung der Wagnerstätten Graupa für Lohengrin
- 2024 Mit „La Traviata“ erscheint der zehnte Band. Ziel erreicht!
Über mich
Dresden ist seit 1986 mein Zuhause. Hier habe ich Pädagogik studiert und später als Werbekauffrau und Grafikerin gearbeitet.
2001 gründete ich meine eigene Designagentur. Die Reihe „Opern einfach erklärt“ ist mein persönliches Herzensprojekt.
Alle Bücher entstehen vollständig in Eigenregie – vom Schreiben über Illustration und Gestaltung bis zum Verlegen.

Mein Wunsch
Oper ist nicht elitär. Sie erzählt Geschichten für alle.
Wenn jemand nach der Lektüre denkt: „Jetzt verstehe ich die Geschichte – das möchte ich einmal live sehen.“ Dann wäre das einfach wunderbar.
OPERNMOUTH, gegründet Anfang 2016, ist ein unabhängiger Selbstverlag mit Sitz in Dresden. Ich bin Autorin, Illustratorin, Grafikerin und Verlegerin in einer Person.
